Vero – das „Wahre“ Social Network?

Vero, was übersetzt „Wahrheit“ bedeutet, ist eine momentan sehr angesagte App, welche bereits 1 Millionen Downloads im Play Store erreicht hat. Mit ihr kann man vor allem Fotos, aber auch Texte und Links teilen. Somit gehört sie zu den Social Media Plattformen.

„People Naturally Seek Connection.
That’s why online social networks have been so widely adopted over the past ten years.
They offered the promise of constant connection and the means to keep in touch with friends and to share what’s happening in our lives.
BUT AS TIME PASSED, AN IMBALANCE BEGAN TO FORM BETWEEN THE INTERESTS OF THE PLATFORMS AND THE BEST INTERESTS OF THE USERS.“
(Vgl. https://www.vero.co/vero-manifesto/, 16.03.2018)

Der Grundgedanke, den die Entwickler aufgreifen, ist aus den ersten Sätzen ihres Manifests zu entnehmen. Sie sprechen das Ungleichgewicht zwischen den Interessen der Betreiber von Social Media Diensten und den Nutzern an. Viele Social Network Anbieter sind in der Vergangenheit wegen der Veruntreuung von privaten Bildern und Daten in Verruf geraten. So war es nur eine Frage der Zeit, bis sich eine neue Social Media Plattform zu Wort meldet.

„IN REAL LIFE, PEOPLE ARE NEVER PRESENTED WITH A ONE SIZE FITS ALL AUDIENCE. WE SHARE DIFFERENT THINGS WITH DIFFERENT PEOPLE.
MOST SOCIAL NETWORKS REDUCE EVERYONE TO A FRIEND OR A FOLLOWER. THIS ENCOURAGES US TO ONLY SHARE THE PARTS OF OUR LIVES WE THINK ARE THE MOST INTERESTING.“
(Vgl. https://www.vero.co/vero-manifesto/,16.03.2018)

Jeder erinnert sich an die Blütezeit von Facebook, wo jede Person, die man neu kennenlernte, direkt als Freund hinzugefügt wurde. Manchmal reichte es sogar aus, eine Person nur vom Sehen her zu kennen, um ihr eine Freundschaftsanfrage zu schicken. Dies führte zu einem Verlust an Bedeutung und Wertschätzung des Wortes „Freund„. Die Frage war nun, wer ist wirklich mein Freund und mit wem sollte ich meine privaten Inhalte tatsächlich teilen?
Genau dieses Problem zu lösen hat sich die neue Plattform zur Aufgabe gemacht. Sie wollen das Wahre, echte Social Network, ohne Missbrauch von Daten und echten Kontakten.

Was ist der Unterschied zu anderen Social Networks?

  • Es hat eine größere Auswahl an Medien, die geteilt werden können. Darunter Fotos, Videos, Links, Musik und sogar Bücher.
  • Der Newsfeed ist rein nach der Chronologie geordnet.
  • Laut Betreiber werden außer Namen, E-Mail-Adresse und Telefonnummer keine weiteren Daten gespeichert.
  • Es gibt keine Werbemöglichkeiten für Unternehmen und daher auch keine lästige Werbung für den Nutzer.
  • Einflussreiche Personen mit vielen Follower können hingegen Produkte anbieten und dadurch Geld hinzu verdienen.

Die ebenfalls von der Plattform umworbene Möglichkeit Inhalte nur bestimmten Freunden oder Gruppen zu zeigen ist jedoch nicht neu. Diese Funktion kann man auch auf anderen Social Media Plattformen nutzen.

Wie funktioniert die App?

Beim Start der App gelangt man nach einem kurzen Ladebildschirm zu seinem Newsfeed mit allen bisherigen Beiträgen von Nutzern. Von dort aus kann man über die Menüleiste sehr einfach zu seiner Profilübersicht wechseln. Hier hat man anschließend einen Überblick über die Anzahl der Follower und Kontakte. Dies ist vor allem dann praktisch, wenn man bestimmte Inhalte nur unter Freunden teilen und nicht für Follower zugänglich machen möchte.

Die KategorieKontakte“ ist in die Unterkategorien „Bekannte“, „Freunde“ und „Enge Freunde“ aufgeteilt. So können Freunde, je nach Beziehungsverhältnis, in diese unterschiedlichen Kategorien eingeteilt werden.
Weiter unten im Profil kann man zu einer Übersicht wechseln, wo alle Posts, die man seither getätig hat, angezeigt werden. Darunter Videos, Musik, Links und viele mehr. Wenn man neue Inhalte teilt, muss man diese auch entsprechend in die genannten Unterkategorien einordnen.

Die nächste Seite in der Menüleiste wird „Collections“ genannt und enthält nicht nur die eigenen Posts, sondern auch die der Follower und Freunde. Diese Beiträge sind wiederum nach den Unterkategorien sortiert und zeitlich aufgelistet. Die letzten zwei Menüpunkte dienen dem Abruf der Notifikationen und Nachrichten.

Fazit

Insgesamt kann die App durch ihr schönes Design und Verbesserungen in Sachen Content Sharing überzeugen. Sie bietet einen gelungenen Kompromiss zwischen Instagram und Twitter. Man kann eine Vielzahl an Inhalten mit seinen Freunden und/oder Follower teilen und diese chronologisch Abrufen.

In Sachen Datenschutz verspricht die App „keine Algorithmen“ zu benutzen und nur wichtige Nutzerdaten zu speichern. Ebenfalls wird Werbung nur durch User erlaubt und keine Unternehmen zugelassen. Ob und wie dauerhaft Vero sich im Markt wirklich durchsetzen kann, wird die Zukunft zeigen.

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