Bulletin – Social Network und lokaler Journalismus

Was ist Bulletin?

Mit Bulletin hat das Alphabet Tocherunternehmen „Google“ eine App geschaffen, die dem Nutzer die Möglichkeit gibt, lokale Nachrichten und Ereignisse auf einfache Art und Weise mit den Menschen aus seiner unmittelbaren Umgebung, also den Bewohnern der eigenen Gemeinde zu teilen. Die lokal eingegrenzte Reichweite der geposteten Bulletin-Meldungen wird von Google mit dem Begriff der Hyperlokalität beschrieben. Das Ziel der App ist es der Gemeinde auch die relevanten Nachrichten zugänglich zu machen, die von Zeitungen und Nachrichtenseiten kaum bis gar keine Beachtung finden.

Wie genau funktioniert das neue Social Network?

Die Bulletin-App baut auf drei Grundprinzipien auf. Durch eine mühelose Bedienbarkeit und einem hohen Maß an Öffentlichkeit der Beiträge sollen Meldungen der Nutzer Einfluss innerhalb der Gemeinschaft gewinnen. Die App lässt sich direkt vom Smartphone ohne Download direkt über das Internet aufrufen und verwenden.

Zur Registrierung und lokalen Einordnung werden lediglich ein Google-Account und der momentane Standort benötigt. In der App lassen sich Meldungen aus vom Smartphone aufgenommenen Fotos und Videos, sowie selbstverfassten Texten erstellen und öffentlich einsehbar machen. Die Beiträge lassen sich nach der Veröffentlichung entweder in anderen Social Networks teilen oder als Link direkt an interessierte Personen senden. Darüber hinaus werden die Bulletin-Posts auch bei relevanten Suchanfragen in der Google-Suche angezeigt.

Die Features der App ermöglichen somit einen schnelleren und spezifischeren Nachrichtenaustausch und geben die Möglichkeit an den Geschichten, die sich innerhalb der Gemeinde zutragen, teilzuhaben.
Momentan ist der Zugang zur App noch auf zwei Teststädte in den USA beschränkt. Bei erfolgreichem Abschluss der Testphase sollte einer baldigen Veröffentlichung in Deutschland allerdings nichts im Weg stehen.

Was ist der Unterschied zu anderen Social Networks?

Im Gegensatz zu etablierten Plattformen wie Facebook, Twitter oder Instagram verbindet Bulletin das Posten von Medien und Texten mit dem Charakter einer Nachrichtenmeldung. Statt immer weiter an Relevanz bleibt der Post, sofern er nicht selbst gelöscht wird, durch die Google-Suche weiterhin auffindbar, was eines der Kernfeatures der App ist.

Es entsteht eine Art lokaler Journalismus im Sinne des „Crowdsourcings“, der sich aktiv mitgestalten und die einem persönlich wichtigen Themen bereichern lässt. Auch lassen sich neue Leute, die nicht in der eigenen Freundesliste sind, mit den eigenen Beiträgen erreichen, was den eigenen Einflussbereich ganz automatisch vergrößert und Wert für Menschen schaffen kann, mit denen man normalerweise nichts zu tun hat.

Mit der Bulletin-App hat Google dementsprechend kein klassisches Social Network gemacht, sondern eine Plattform zum sozialen und lokalen Austausch von Informationen geschaffen, bei der jeder Teilnehmer sein kann.

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